Dein Hund kommt einfach nicht zur Ruhe?
Kaum stehst du auf, steht dein Hund ebenfalls auf. Ein Geräusch im Treppenhaus, eine Bewegung vor dem Fenster oder die Aussicht auf den nächsten Spaziergang reichen aus und er ist sofort wieder mittendrin.
Vielleicht fordert er häufig Beschäftigung ein, läuft dir zu Hause hinterher oder braucht nach aufregenden Situationen lange, bis er wieder herunterfahren kann.
Und obwohl du viel mit ihm machst, hast du manchmal das Gefühl: Mein Hund kann einfach nicht abschalten.
Dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Denn nicht jeder Hund, der unruhig ist, braucht automatisch mehr Beschäftigung.
Woran erkenne ich, dass mein Hund Schwierigkeiten mit Ruhe hat?
Nicht jeder aktive oder temperamentvolle Hund ist übererregt. Entscheidend ist vielmehr, wie gut ein Hund zwischen Aktivität und Ruhe wechseln kann.
Hinweise darauf, dass ihm genau dieser Wechsel schwerfällt, können beispielsweise sein:
- Dein Hund folgt dir zu Hause häufig von Raum zu Raum.
- Er reagiert sofort auf Geräusche und Bewegungen.
- Er fordert immer wieder Aufmerksamkeit oder Beschäftigung ein.
- Warten und Nichtstun fallen ihm schwer.
- Nach Spaziergängen, Besuch oder aufregenden Situationen braucht er lange, um herunterzufahren.
- Draussen fährt er schnell hoch und ist dann nur noch schwer ansprechbar.
- Frust führt schnell zu Bellen, Fiepen, Anspringen oder anderen starken Reaktionen.
- Dein Hund wirkt häufig rastlos, obwohl er ausreichend Bewegung und Beschäftigung bekommt.
Ein einzelner dieser Punkte bedeutet noch nicht, dass dein Hund ein grundsätzliches Problem mit Ruhe hat.
Entscheidend ist immer das Gesamtbild.
Mehr Auslastung ist nicht automatisch die Lösung
Unruhe → Beschäftigung → kurzfristige Müdigkeit → erneute Unruhe → nächste Beschäftigung
Ruhe ist mehr als auf einer Decke liegen
Warum können manche Hunde so schwer abschalten?
Darauf gibt es selten nur eine Antwort.
Temperament und genetische Veranlagung können ebenso eine Rolle spielen wie Alter und Entwicklungsphase, bisherige Erfahrungen, Stress, gelernte Verhaltensmuster oder der Alltag des Hundes.
Auch die Dynamik zwischen Hund und Mensch kann einen Einfluss darauf haben.
Wie viel Verantwortung übernimmt dein Hund im Alltag?
Wie häufig entstehen Erwartungen?
Wie gut kann er Grenzen akzeptieren?
Was passiert, wenn er Aufmerksamkeit oder Aktivität einfordert?
Wie viel Programm findet tatsächlich statt?
Und wie gut kann dein Hund nach Aufregung wieder herunterfahren?
Deshalb gibt es beim Thema Ruhetraining für mich keine pauschale Lösung. Der eine Hund braucht tatsächlich mehr passende Beschäftigung. Ein anderer braucht deutlich weniger Programm. Und ein dritter muss zunächst lernen, Frust auszuhalten, Verantwortung abzugeben oder sich stärker an seinem Menschen zu orientieren.
Ruhe kann man lernen
Ruhetraining bedeutet nicht, einen aktiven Hund möglichst passiv zu machen. Ein temperamentvoller Hund darf temperamentvoll bleiben. Ein Hund darf rennen, spielen, entdecken, arbeiten und sich begeistern. Das Ziel ist nicht weniger Lebensfreude.
Das Ziel ist, dass Aktivität nicht der einzige Zustand bleibt, den dein Hund gut aushalten kann.
Er soll nach Aufregung wieder herunterfahren können. Er soll nicht auf jeden Reiz reagieren müssen. Und er darf lernen, dass Phasen, in denen gerade nichts passiert, ein ganz normaler Bestandteil seines Alltags sind.
SLOW DOWN WORKSHOP
Genau aus diesem Gedanken ist SLOW DOWN entstanden.
In diesem Kurs geht es nicht einfach darum, deinem Hund beizubringen, möglichst lange auf einer Decke liegen zu bleiben. Wir schauen genauer hin:
Warum fällt deinem Hund Ruhe schwer und was braucht er, damit sich daran nachhaltig etwas verändern kann?
Dafür betrachten wir nicht nur einzelne Übungen, sondern auch euren gemeinsamen Alltag.
Dieser Kurs richtet sich an Hunde, die:
- schnell hochfahren
- schlecht mit Frust umgehen können
- Mühe haben, zur Ruhe zu kommen
- draussen stark im Aussen sind
- sich in aufregenden Situationen kaum regulieren können

